Kurz bevor die Corona-Pandemie Europa erreicht hat, habe ich eine Reise nach Nordafrika unternommen. Mein Ziel an diesen Februartagen ist der vielfältige grüne Norden von Tunesien. Die bergige Region am Mittelmeer fasziniert mit einer reichen Geschichte, bezaubernden Hafenstädtchen sowie handwerklich begabten und ebenso herzlichen Menschen. Ich erkunde zwei UNESCO Welterbe-Stätten, treffe die berühmten Töpferinnen von Sejenane und besuche Anis Bouchnak, der in der historischen Werkstatt seines Großvaters exklusive Pfeifen fertigt. Nach einigen Zeilen zum Wetter im Norden von Tunesien kommen meine 11 Geheimtipps für einen erlebnisreichen Urlaub in dieser Mittelmeerregion – in alphabetischer Reihenfolge.

Klima im Norden Tunesiens

Ich selbst habe hier im Winter so schöne Tage verbracht, dass ich auf jeden Fall wieder während der kälteren Jahreszeiten nach Tunesien kommen werde. Das mediterrane Klima im Norden tut einfach gut, wenn zu Hause tristes Schmuddelwetter herrscht. Bei meinem Besuch grünte und blühte die Landschaft. Tagsüber erreichten die Temperaturen um die 20 Grad und der erste Sonnenbrand des Jahres war auch schon drin.

Urlaub: Grüne Landschaft im Norden Tunesiens. Foto: Beate Ziehres

Grüne Landschaft im Norden Tunesiens.

#1: Ausgrabungsstätten im geschichtsträchtigen Norden Tunesiens besuchen

Eine Reise ist in meinen Augen erst perfekt, wenn ich etwas dazulerne. In dieser Hinsicht hat Tunesien allerhand Überraschungen zu bieten. Wussten Sie zum Beispiel, dass Tunesien in früheren Jahrtausenden eine der schillerndsten Provinzen des römischen Reichs war?

Klar, ich kenne die Bedeutung der antiken Stadt Karthago. Die Ausgrabungsstätte am Stadtrand von Tunis steht ganz vorne auf meiner Liste der Orte, die ich besuchen will. Doch auch im Landesinneren waren die Bauherren der Antike aktiv. Ihre Werke sind an mehreren Orten im Norden Tunesiens erstaunlich gut erhalten.

Dougga

Die Überreste der antiken Stadt Dougga liegen terrassenförmig am Hang. Es gibt Hinweise darauf, dass dieser Ort schon um im 6. Jahrhundert v. Chr. besiedelt war. Die freigelegten Bauwerke stammen jedoch aus der römischen Zeit. Die Blütezeit der antiken Stadt lag im 3. Jahrhundert nach Christi Geburt. Seit 1997 zählen die Ruinen von Dougga zum UNESCO Weltkulturerbe.

Ich habe die erstaunlich gut erhaltene Stadt bei Sonnenuntergang besichtigt – eine unvergessliche Erfahrung! Wie gerne hätte ich die römischen Villen durchstreift und wäre eingetaucht in die Vergangenheit. Doch leider schließt Dougga im Winter schon um 18 Uhr, weshalb ich etwas unter Zeitdruck war. Aber für ein paar Impressionen hat die Zeit allemal gereicht.

Erlebnisreicher Urlaub: Antike Stadt Dougga, Nordtunesien. Foto: Beate Ziehres

Dougga liegt im Gouvernement Beja.

Dougga, Urlaub im Norden von Tunesien. Foto: Beate Ziehres

Antike Stadt Dougga, Nordtunesien.

Bulla Regia

Nordwestlich von Dougga erhebt sich die antike Stadt Bulla Regia, ebenfalls eine sehenswerte römische Ruinenstadt. Hier habe ich Gelegenheit, die unterirdisch gelegenen Villen  zu besichtigen. Die hervorragend erhaltenen Mosaiken vermitteln einen Eindruck von der Wohnkultur der Römer.

Antike Stadt Bulla Regia, Tunesien, Norden, Urlaub. Foto: Beate Ziehres

Blick von oben auf Bulla Regia.

Römisches Mosaik in Bulla Regia im Norden von Tunesien. Foto: Beate Ziehres

Römisches Mosaik auf einem Fußboden in Bulla Regia.

Urlaub im Norden von Tunesien: Säulen in Bulla Regia. Foto: Beate Ziehres

Säulen in Bulla Regia.

Chemtou

In Chemtou ließen die Römer den begehrten, goldgelben Chemtou-Marmor abbauen. Hier gibt es ein archäologisches Museum, in dem Bauteile aus Chemtou-Marmor ausgestellt sind. Außerdem kann man einen Eindruck gewinnen, unter welchen Umständen damals Strafgefangene den edlen Stein geschlagen haben.

Bild im Museum Chemtou, Nordtunesien. Foto: Beate Ziehres

Das Bild im Museum von Chemtou vermittelt einen Einblick in die Arbeit im antiken Steinbruch.

Chemtou im Norden Tunesiens. Foto: Beate Ziehres

Charakteristische Landschaft in Chemtou.

Während einer Reise zum Cap Bon, einer Halbinsel im äußersten Nordosten Tunesiens, habe ich im Februar 2024 weitere spannende archäologische Ausgrabungsstätten entdeckt. Kerkouane stammt aus den Jahrhunderten vor Christi Geburt und wurde von den Karthagern erbaut.

#2: Bummel durch Bizerte im Norden von Tunesien

Schönste Mittelmeeratmosphäre umfängt mich am alten Hafen von Bizerte. Bunte Fischerboote, die in langen Reihen sanft auf dem Wasser schaukeln, weißgetünchte Häuser, blaue Fensterläden, jahrhundertealte Mauern. Ich bummele durch die engen Gassen der Medina und werfe den einen oder anderen Blick in die kleinen Läden.

Am Kai warten bezaubernde Cafés und kleine Fischrestaurants auf Besucher. Bizerte ist unvergleichlich charmant und zugleich sehr geschichtsträchtig. Deshalb steht Bizerte seit meinem ersten Besuch im Februar auf meiner Liste der Orte, die ich genauer erkunden möchte.

Urlaub in Bizerte, Nordtunesien. Foto: Beate Ziehres

Urlaub im Februar am Mittelmeer – in Bizerte, Tunesien.

Urlaub in Bizerte, Nordtunesien. Foto: Beate Ziehres

Am alten Hafen von Bizerte sind die Cafés schon im Februar bereit für Besucher.

#3: Golfen in Tabarka, Nordtunesien

Der grüne Norden Tunesiens hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der bekanntesten Ziele für mitteleuropäische Golfer entwickelt. Zehn Anlagen, beispielsweise in Tunis, Hammamet, Monastir und Port El Kantaoui, punkten mit landschaftlicher Schönheit und sportlicher Herausforderung.

Jeder dritte von jährlich rund 260.000 Golfern, die in Tunesien abschlagen, kommt aus Deutschland. Ich habe den 18-Loch-Golfplatz des 5-Sterne-Hotels „La Cigale“ in Tabarka besichtigt und war – als Laie wohlgemerkt – sehr beeindruckt. Landschaftlich wunderschön zwischen dem Mittelmeer und einem Kiefern- und Korkeichenwald gelegen lässt diese Anlage wohl keine Wünsche offen. Übrigens: Vier Löcher liegen direkt am Meer.

Ziel für den Urlaub: Golfclub La Cigale, Tabarka, Nordtunesien. Foto: Beate Ziehres

Golfclub La Cigale, Tabarka.

Ziel für den Urlaub: Golfplatz La Cigale, Tabarka, Nordtunesien. Foto: Beate Ziehres

Einlochen direkt am Mittelmeer – auf dem Golfplatz des La Cigale in Tabarka ist das möglich.

Urlaub im Norden Tunesiens: Golfclub La Cigale Tabarka, Tunesien.

Im Golfclub La Cigale Tabarka, Tunesien.

Golfplatz La Cigale, Tabarka, Nordtunesien. Foto: Beate Ziehres

Golfplatz mit Strand in Tabarka, Nordtunesien.

#4: Jagen in Ain Draham

Der liebenswerte Bergort Ain Draham liegt in der Kroumirie und ist ein beliebtes Ziel für Jäger. Denn die urwüchsigen Wälder dieser Gebirgsregion sind für ihren Wildschweinreichtum bekannt. Hier hätten Asterix und Obelix wohl ihr Glück gefunden. Und für Jagdliebhaber sind die Berge der Kroumirie ein ganz besonderes Ausflugsprogramm.

Kroumirie, Nordtunesien. Foto: Beate Ziehres

In der Kroumirie im Norden Tunesiens.

#5: Pfeifenbauen mit Anis Bouchnak

In einer der schmalen Gassen in der Innenstadt von Tabarka treffe ich Anis Bouchnak. Der 36-Jährige betreibt hier das Atelier für Pfeifenbau weiter, das sein Großvater vor vielen Jahren gegründet hat. Er arbeitet mit aus Frankreich stammenden Maschinen aus der Zeit um 1900. Gemeinsam mit seinem Maître pipier, also einem Meister für den Pfeifenbau, fertigt Anis in der alten Werkstatt zwei Pfeifen pro Tag.

Anis und der Maître pipier sollen die Einzigen sein, die das Handwerk des Pfeifenbaus in ganz Afrika ausüben. Sein Atelier hat mich sehr stark beeindruckt. Hier ist alles – von den Lampen bis zur Einrichtung – so geblieben, wie Anis’ Großvater es seinerzeit angelegt hat. Pfeifenfans können sich hier unter Anis’ Anleitung ihre eigene, ganz individuelle Pfeife selbst bauen.

Werkstatt des Pfeifenbauers Anis Bouchnak in Tabarka, Tunesien. Foto: Beate Ziehres

Blick in die Werkstatt des Pfeifenbauers.

Anis Bouchnak in Tabarka, im Norden von Tunesien. Foto: Beate Ziehres

Pfeifenbauer Anis Bouchnak bei der Arbeit.

Pfeife in Arbeit - bei Anis Bouchnak in Tabarka, Nordtunesien. Foto: Beate Ziehres

Von der Heidekrautwurzel zur exklusiven Pfeife – Anis Bouchnak versteht sein Handwerk.

Anis Bouchnak, Pfeifen, Tabarka, Tunesien. Foto: Beate Ziehres

Anis Bouchnak und einige Pfeifen aus seiner Kollektion.

#6: Reiten in den grünen Bergen Nordtunesiens

Auf dem Rücken eines weißen Berberpferdes die grünen Hügel Nordtunesiens zu erkunden ist eine von vielen Möglichkeiten, um in die schöne Landschaft einzutauchen. Doch auch die Zucht edler Araberpferde hat Tradition im Norden des Landes. Von Tabarka aus werden geführte Reittouren ins Hinterland organisiert. Höhepunkt einer solchen Tour könnte ein Barbecue am Berberzelt unter dem Sternenhimmel sein – ein stimmungsvoller Geheimtipp.

#7: Shopping bei den Töpferinnen von Sejenane

Inmitten von Hügeln und Seen liegt das Dorf Sejenane. Hier formen die Frauen seit Menschengedenken Ton. Die Handwerkskunst der Töpferinnen von Sejenane wurde 2018 von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe anerkannt.

Bereits in jungen Jahren lernen die Mädchen von ihren Müttern, die Tonerde zu bearbeiten. Vor meinen Augen formt die Töpferin mit geschickten Fingern eine Schale – ganz ohne Töpferscheibe. So entstehen auch Teller, Schüsseln, Vasen und dekorative Figuren. Anschließend bemalt sie die Schale mit traditionellen Symbolen und poliert die Oberfläche mit einer großen Muschel. Gebrannt wird das Ganze in einem Feuer, das die Töpferin geschwind im Hof entfacht hat.

Töpferin in Sejenane, Nordtunesien. Foto: Beate Ziehres

Töpferin in Sejenane bei der Arbeit.

Töpferin in Sejenane, Nordtunesien. Foto: Beate Ziehres

Die Töpferin macht Feuer, um frisch geformte Objekte zu brennen.

Zu Besuch bei den Töpferinnen von Sejenane im Norden von Tunesien. Foto: Beate Ziehres

Abendlicher Besuch bei den Töpferinnen von Sejenane.

Sortiment der Töpferin in Sejenane, Nordtunesien. Foto: Beate Ziehres

Auszug aus dem Sortiment der Töpferin.

Angesichts der bezaubernden Töpferwaren kann ich nicht nein sagen und kaufe ein paar Olivenschälchen. Doch Vorsicht: Diese Schätze sind sehr leicht zerbrechlich und müssen für die Heimreise gut verpackt werden!

#8: Thalasso in Tunesien

Mit annähernd 50 Thalasso-Zentren entlang der gesamten Küste ist Tunesien nach Frankreich der zweitgrößte Anbieter der Thalasso-Therapie weltweit. Die Anwendungen mit Meerwasser, Algen, Schlamm und anderen Meereselementen stehen bei Gästen und Einheimischen hoch im Kurs. Viele Hotels bieten die entspannende Therapie, die auf der natürlichen Heilkraft des Meeres basiert, an.

#9: Vögel beobachten am Lac Ichkeul

Rejeb Borni ist Ranger im Nationalpark Lac Ichkeul unweit von Bizerte. Er begrüßt mich in Deutsch. Der Ingenieur für Forstwirtschaft hat für einige Zeit in München studiert und in Rheinland-Pfalz diverse Praktika absolviert.

Ranger Rejeb Borni empfängt Urlauber im Nationalpark Lac Ichkeul im Norden von Tunesien. Foto: Beate Ziehres

Ranger Rejeb Borni.

Das Herz des Nationalparks Lac Ichkeul ist der See, umgeben von Gebirge und Sumpfgebieten. Der See weist eine Besonderheit auf: Im Winter wird er aus sechs Quellen gespeist und ist in der kälteren Jahreszeit demzufolge mit Süßwasser gefüllt. Im Sommer fällt der Wasserstand. Dann flutet Meerwasser aus dem Bizerta-See den Ichkeul-See und der Salzgehalt steigt von 8 Gramm auf 46 Gramm pro Liter. Rejeb Borni nennt zum Vergleich den Salzgehalt des Meeres: Er liegt bei 37 Gramm pro Liter.

Das weltweit einzigartige Ökosystem des Lac Ichkeul ist UNESCO-Weltnaturerbe. Der Nationalpark dient bis zu 250.000 Vögeln jährlich als Rastplatz. „Ichkeul ist der wichtigste See für Zugvögel im Mittelmeergebiet“, sagt Rejeb Borni. Dazu zählen Entenarten, Singvögel und Flamingos.

See im Nationalpark Lac Ichkeul, Nordtunesien. Foto: Beate Ziehres

See im Nationalpark Lac Ichkeul, Nordtunesien.

Anders als die Parkbesucher sind die Ranger besonders im Winter nicht unbedingt glücklich über viele Flamingos. Denn Flamingos weisen auf einen hohen Salzgehalt des Wassers hin. „Wir haben seit drei Jahren wenig Regen, eine Folge des Klimawandels“, sagt Receb Borni. Statt 620 Millimeter gab es in jüngster Zeit nur 300 Millimeter Niederschläge jährlich.

An einem Aussichtspunkt beim Nationalparkzentrum treffe ich den Ornithologen Jamel May. Er hat hier seine Ferngläser aufgebaut und ich darf auch einmal durchschauen. Jamel May ist aufgeregt, denn er hat gerade einen neuen Gast auf dem See entdeckt: eine Entenart aus Deutschland, die er bisher hier noch nie gesehen hat. Sein geübtes Auge zählt 36 der „schönsten Enten der Welt“, wie er sagt. Ich entdecke sie in der Nähe von weißen Baby-Flamingos.

Ornithologe Jamel May am Lac Ichkeul, Tunesien. Foto: Beate Ziehres

Ornithologe Jamel May am Lac Ichkeul, Tunesien.

In den Sümpfen zwischen dem Seeufer und den grünen Hügeln leben heute Büffel- und Kuhherden, ganz viele Schafe und Ziegen. Die Tiere, Olivenhaine und gelbblühende Blumen vermitteln ein paradiesisches Bild. Früher grasten in dieser Landschaft Knochenfunden zufolge Riesenelefanten und Rhinozerosse.

#10: Wandern zu Wasserfällen und Korkeichen

Wandern im dicht bewaldeten Mittelgebirge, in Pinienwäldern, Macchia und im Schatten von Korkeichen – in Nordtunesien ist das möglich. Ich war mit Anis Bouchnak in den Hügeln bei Tabarka unterwegs. Bei dieser Gelegenheit hat er mir die Riesenheidebüsche gezeigt, deren Wurzeln er zum Pfeifenbau nutzt.

Pfeifenbauer Anis Bouchnak zeigt die Wurzeln der Heide, aus der er Pfeifen herstellt. Foto: Beate Ziehres

Pfeifenbauer Anis Bouchnak zeigt die Wurzeln der Heide, aus der er Pfeifen herstellt.

Korkeichenrinden bei Tabarka im Norden Tunesiens. Foto: Beate Ziehres

Korkeichenrinden bei Tabarka im Norden Tunesiens.

Rinde der Korkeiche in den Wäldern bei Tabarka, Nordtunesien. Foto: Beate Ziehres

Rinde der Korkeiche in den Wäldern bei Tabarka.

Tunesien Norden Tabarka: Alte Frauen haben Heidekraut gesammelt. Foto: Beate Ziehres

Begegnung während einer Wanderung bei Tabarka: Alte Frauen transportieren Heidekraut nach Hause.

An einem anderen Tag verlässt der Fahrer gefühlt in der Mitte von Nirgendwo die Hauptstraße – ein überraschender Stopp, der nicht der Agenda unserer Reise durch den Norden Tunesiens steht. In der Gemeinde Ghezala erwarten uns die Bewohner eines kleinen Dorfes mit frisch gebackenen herrlichen Pfannkuchen, Rosmarinhonig und Olivenöl.

Der Tisch ist in atemberaubend schöner Landschaft aufgestellt – eine Szene wie aus einem kitschigen Film. Aber absolut real, wie ich feststelle, als ich mich in den Arm kneife. Die Bewohner des Tals der Oliven wollen uns etwas zeigen, eine Überraschung, aber dafür müssen wir eine kleine Wanderung unternehmen.

Februar im Norden Tunesiens: grün. Foto: Beate Ziehres

Blick von oben ins Tal der Oliven.

So wandern wir im Schein der Nachmittagssonne an einem Bach ins urwüchsige Tal hinein und landen schließlich an einem Wasserfall. Er trägt den klangvollen Namen Cascades du Oued Zitouna, also der Wasserfall im Tal der Oliven.

Die sanfte touristische Erschließung dieses Geheimtipps steht noch aus. Aber Nassima Mechergui, die Bürgermeisterin der Gemeinde Ghezala, und die Dorfbewohner entwickeln bereits nachhaltige Ideen.

Übrigens muss ich nicht zurücklaufen, sondern darf den Weg an Bord eines Eselskarrens antreten. Die Fahrt im überfüllten Wägelchen ist rasant, doch der Kutscher mit den stahlblauen Augen treibt vergnügt den Esel noch etwas an. Abenteuerlustige sollten dies unbedingt ausprobieren!

Bürgermeisterin von Ghezala, Tunesien, und ihre Töchter. Foto: Beate Ziehres

Nassima Mechergui, Bürgermeisterin der Gemeinde Ghezala, will den sanften Tourismus im Tal voranbringen.

Wartet auf Urlauber: Wasserfall im Tal der Oliven, Ghezala, Nordtunesien. Foto: Beate Ziehres

Wasserfall im Tal der Oliven bei Ghezala, Nordtunesien.

Statt wandern: Eselsfuhrwerk im Norden Tunesiens. Foto: Beate Ziehres

Die Fahrt mit dieser Kutsche war ein einmaliges Erlebnis.

Gastfreundliche Menschen im Norden von Tunesien. Foto: Beate Ziehres

Zum Abschied von den Menschen im Tal der Oliven gibt es eine Runde heißen, süßen Tee.

#11: Yoga in der Wüste von Tunesien

Nicht einmal 200 Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt streckt die unerbittliche Wüste Sahara ihre Finger aus. Rote, gelbe und weiße Sanddünen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Etwas abseits der Pisten beherrscht eine unglaubliche Stille die Szenerie.

Die Wüste ist ein Ort, um zu sich selbst zu finden. Um die Gedanken fliegen zu lassen und Raum für die Erkenntnis zu schaffen, was wirklich wichtig ist im Leben. Oder um einfach mal gar nichts zu denken, die Ruhe zu genießen und das faszinierende Spiel des Windes mit dem staubfeinen Sand zu beobachten.

Tunesien Urlaub – Wind weht über die Dünen. Foto: Beate Ziehres

Wind weht über die Dünen.

In dieser Umgebung könnte ich mir eine Auszeit mit Yoga vorstellen. Et voilà: Yoga in der Wüste ist in Tunesien machbar und ein echter Geheimtipp! Manchmal verbunden mit einem Kameltrekking, mit Thalasso-Angeboten oder mit kulturellen Entdeckungsreisen – alles ist buchbar in diesem Land der 1001 Möglichkeiten.

Mehr Eindrücke aus der Wüste finden Sie in meinem Beitrag über den Süden Tunesiens.

Alle Fotos: Beate Ziehres

Herzlichen Dank an Andrea Philippi vom Fremdenverkehrsamt Tunesien, die diese Pressereise organisiert und begleitet hat! Meine Meinung bleibt meine eigene.