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5 Tipps und ein Warnhinweis für einen entspannten Kurzurlaub in Warnemünde

Werbung: Der Beitrag über Warnemünde entstand in Kooperation mit dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern. Mehr dazu am Textende.

Mein erster Besuch in Warnemünde kam zufällig zustande. Auf einem Roadtrip entlang der Ostsee nahmen wir die Fähre von Hohe Düne nach Warnemünde und eigentlich waren wir schon spät dran. Da erblickte ich vom Wasser aus die Norwegian Star am Kai. Auf diesem Schiff haben wir eine Alaska-Kreuzfahrt unternommen. Deshalb war die sofortige Unterbrechung der Reise an diesem Tag ein Muss. Wir feierten ein kleines, internes Wiedersehen mit dem Schiff, bevor wir die Weiterreise antraten. Seitdem ist Warnemünde als Kreuzfahrthafen in meinem Gedächtnis verankert. Als Seebad nahm ich den Ort erst bei meinem nächsten Besuch wahr.

Warnemünde – ein Stadtteil von Rostock

So unglaublich es klingt: Das ehemalige Fischerdorf an der Warnow ist schon seit dem Jahr 1323 Teil der Hansestadt Rostock. Damals kauften die Stadtoberen den Ort, um sich einen Zugang zur Ostsee zu sichern. Seit dem frühen 19. Jahrhundert ist Warnemünde Seebad und zieht als solches Gäste an.  Dies ist weniger verwunderlich, verfügt Warnemünde doch über einen der breitesten Sandstrände an der deutschen Ostseeküste.

Dramatisches Licht am Strand von Warnemünde – Foto: Beate Ziehres

Dramatisches Licht am Strand von Warnemünde – Foto: Beate Ziehres

Die maritimen Großveranstaltungen Hanse Sail und Warnemünder Woche locken  alljährlich zusätzliche Besucherströme an. Der 6.000-Seelen-Ort lebt aber auch von der Fischerei und vom Schiffsbau. Die 1946 gegründete Warnow-Werft war zeitweise der größte Schiffsbaubetrieb der DDR. Heute entstehen in der MV-Werft Warnemünde Kreuzfahrtschiffe für den internationalen Markt.

1. Bummel am Alten Strom

Bei meinem zweiten Besuch will ich nun endlich mehr sehen vom Seebad Warnemünde. Auf dem Weg zum Stand – dem ein großer Ruf vorauseilt – kommen wir zuerst in den ältesten Teil des Ortes. Am Alten Strom fällt mir ein ganz besonderer Baustil auf. Südlich der Bahnhofsbrücke sollen sich die Gründer der Siedlung – Slawen, Friesen und Niedersachsen – häuslich niedergelassen haben. Ihre Art zu bauen ist an dieser Stelle bis heute erhalten geblieben.

In den ruhigen Gassen südlich der drehbaren Bahnhofsbrücke liegen das Heimatmuseum, das Volkstheater Rostock, das Edvard-Munch-Haus mit Werken des Künstlers und zahlreiche Restaurants. Vor dem „Alten Stromer“ umhüllt uns verlockender Knoblauchduft.

Einladend: das Restaurant Zum Stromer am Alten Strom von Warnemünde – Foto: Beate Ziehres

Einladend: das Restaurant Zum Stromer am Alten Strom von Warnemünde – Foto: Beate Ziehres

Unser Weg führt weiter auf der Promenade Am Strom in Richtung Meer. Hinter der Bahnhofsbrücke wird das Treiben lebhafter. Am Kai liegen zahlreiche Fischkutter, die ihren Fang verkaufen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite bestimmen Boutiquen, Läden mit Bedarf für Urlauber, Restaurants und Eisdielen das Bild.

Blick in der Fischereihafen von Warnemünde. Im Vordergrund ein Teil der Drehmechanik der Bahnhofsbrücke – Foto: Beate Ziehres

Blick in der Fischereihafen von Warnemünde. Im Vordergrund ein Teil der Drehmechanik der Bahnhofsbrücke – Foto: Beate Ziehres

Warnung vor diebischen Möwen!

Wir holen uns ein köstliches Eis auf die Hand und registrieren die Ermahnung von Katrin Hackbarth vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern. Wir sollen auf unser Eis aufpassen, sagt sie. Die Möwen, die überall Platz genommen haben und die Menschen mit scharfem Auge beobachten, seien sehr diebisch.

Das klingt erst einmal ungeheuerlich. Doch es ist wahr! Einige Wochen später beklagt sich meine Tochter über einen offensichtlich organisierten Überraschungsangriff am Strand von Warnemünde. Fünf ausgewachsene Vögel haben ihr ein 5-Euro-Fladenbrot mit Schafskäse aus der Hand gerissen, nachdem sie einmal davon abgebissen hatte!

Deshalb hier der Tipp eines Einheimischen: Nicht unter freiem Himmel essen! Unter Markisen, Sonnenschirmen oder notfalls Regenschirmen ist Essbares sicher vor Möwenattacken.

2. Leuchtturm Warnemünde und Seepromenade

Ein Muss für Besucher der Stadt sind ein Bummel auf der Seepromenade und der Leuchtturm am Anfang der Promenade. 37 Meter hoch ist der 1897 gebaute Leuchtturm Warnemündes, der auch heute noch in Betrieb ist. In den Sommermonaten können Touristen auf die beiden Aussichtsplattformen klettern, sich den Wind um die Nase wehen lassen und die Aussicht genießen.

Charakteristische Bauwerke: der Leuchtturm und der Teepott – Foto: Beate Ziehres

Charakteristische Bauwerke: der Leuchtturm und der Teepott – Foto: Beate Ziehres

Extra-Tipp: Der Leuchtturm steht im Mittelpunkt des traditionellen Warnemünder Turmleuchtens. Die Lichtinszenierung mit Feuerwerk findet am Abend eines jeden Neujahrstages statt und lockt viele Besucher an den Teepott mit seinem charakteristischen muschelförmigen Dach und auf die Seepromenade.

Die breite Seepromenade mit vielen Zugängen durch die Dünen zum Strand verbindet die Hotels am Meer mit dem Hafen und der Altstadt. Ein schöner Spaziergang, vorbei am Kurhaus, am Kurpark und diversen anderen Parks.

An der Seepromenade von Warnemünde – Foto: Beate Ziehres

An der Seepromenade von Warnemünde – Foto: Beate Ziehres

3. Vergnügen am Strand von Warnemünde

Bis zu 150 Meter breit und drei Kilometer lang ist der steinfreie, feinsandige Strand von Warnemünde. Hier findet man alles, was das Herz begehrt. Wer nur die Sonne und die salzige Seeluft genießen will, kann sich im Strandkorb einkuscheln. Daneben geht natürlich Baden, Beachvolleyball, Bernsteinsuchen, Surfen, Segeln und eine Sportart, die wahrlich einzigartig ist in Warnemünde: das Fährwellenreiten.

Alles möglich am Strand von Warnemünde: Boardverleih vor dem a-ja Hotel – Foto: Beate Ziehres

Alles möglich am Strand von Warnemünde: Boardverleih vor dem a-ja Hotel – Foto: Beate Ziehres

 

Es geht wieder los: Die Fähre fährt ein und links im Bild sind schon die ersten Wellen zu sehen – Foto: Beate Ziehres

Es geht wieder los: Die Fähre fährt ein und links im Bild sind schon die ersten Wellen zu sehen – Foto: Beate Ziehres

Ich habe es beobachtet: Das Meer liegt glatt wie ein Brett, doch ab dem Moment, in dem eine Fähre in den Hafen einfährt, kommt Bewegung ins Wasser. Für etwa 20 Minuten kommen dann Wellen in so schöner Regelmäßigkeit und Höhe am Strand an, dass das Wellenreiten möglich wird. Wenn das Spektakel vorüber ist, warten die Surfer auf die nächste perfekte Welle, pardon, Fähre.

Nur für kurze Zeit: perfekte Wellen zum Reiten am Strand von Warnemünde – Foto: Beate Ziehres

Nur für kurze Zeit: perfekte Wellen zum Reiten am Strand von Warnemünde – Foto: Beate Ziehres

4. Kreuzfahrtschiffe gucken

Warnemünde hat sich in den vergangenen Jahren zu Deutschlands bedeutendstem  Kreuzfahrthafen entwickelt. In diesem Jahr sind mehr als 200 Anläufe geplant, teilweise kommen vier oder sogar fünf Schiffe gleichzeitig. Dann strömen die Schaulustigen an den Kai, bestaunen die großen Pötte und feiern ihre Anwesenheit mit der einen oder anderen Hafen-Party.

Am Abend, wenn die schwimmenden Städte unter ohrenbetäubendem Hupen wieder ablegen und aus dem Hafen gleiten, werden sie von vielen Ausflugsdampfern ein Stück hinaus aufs Meer begleitet – in angemessenem Abstand, versteht sich. Das Hupkonzert der Kleinen kann nur so verstanden werden, dass man sich in Warnemünde riesig freut über den Besuch der Kreuzfahrtschiffe. Auch wenn sich die Anwesenheit der Pötte dem NABU zufolge negativ auf die Luftqualität in Warnemünde niederschlägt.

Da werden bei mir schöne Erinnerungen wach: Wiedersehen mit der Norwegian Star am Kreuzfahrt-Kai in Warnemünde – Foto: Beate Ziehres

Da werden bei mir schöne Erinnerungen wach: Wiedersehen mit der Norwegian Star am Kreuzfahrt-Kai in Warnemünde – Foto: Beate Ziehres

Doch Warnemünde und die Kreuzfahrt – das passt wie Topf und Deckel. Schließlich war die Deutsche Seereederei (DSR) mit Sitz in Rostock schon ab 1960 als Kreuzfahrtveranstalter aktiv. Auch die Wiege der Aida-Flotte und von Aida Cruises steht in Rostock. Hamburger Kaufleute haben nach der DSR-Privatisierung das Konzept für Kreuzfahrten in ungezwungener Atmosphäre nach amerikanischem Vorbild entwickelt. Die Idee war, Kreuzfahrten für alle Menschen erschwinglich zu machen. Mit der Aida war das erste deutsche Clubschiff auf den Meeren unterwegs.

Heute nutzt Aida Cruises Warnemünde als Ausgangshafen für Ostseekreuzfahrten. Ermöglicht wird dies durch ein 2005 eröffnetes Kreuzfahrtterminal.

Sehen Sie hier, welche Schiffe aktuell im Rostocker Hafen liegen. Auf dieser Karte können Sie sogar die Liegeplätze sehen und Schiffsbewegungen live verfolgen.

5. Ausflug zum Rostocker Zoo

 Ab dem 22. September wartet eine neue Attraktion auf die Besucher des Rostocker Zoos. An diesem Tag eröffnet das Polarium. Es bietet Eisbären, Pinguinen und Ozeanbewohnern auf mehr als 12.000 Quadratmetern eine neue, artgerechte Bleibe. Das Polarium ist als Erlebnis- und Bildungslandschaft zum Thema Pole konzipiert. Zur Anlage zählt ein Freigehege mit Bruthöhlen an einem Hang, ein Wasserbecken und ein Stall für bis zu 36 Humboldtpinguine und deren Nachwuchs.

Polarium-Baustelle im Sommer 2018 – Foto: Beate Ziehres

Polarium-Baustelle im Sommer 2018 – Foto: Beate Ziehres

Die Stars der Anlage werden jedoch ein erwachsener Eisbär und zwei Bärinnen sein. Dazu können bis zu vier Eisbärenkinder kommen. Sie durchstreifen eine weitläufige Landschaft, die der Tundra nachempfunden ist. Am Wasserbecken gibt es einen Felsen, von dem die Eisbären ins Wasser springen können. Vom Besucherzentrum aus sind die Bären im Wasser durch große Scheiben zu beobachten. Außerdem ist eine Mutter-Kind-Anlage für Eisbären geplant.

Zoodirektor Udo Nagel erklärt die Pläne für das Polarium – Foto: Beate Ziehres

Zoodirektor Udo Nagel erklärt die Pläne für das Polarium – Foto: Beate Ziehres

Als ich den Rostocker Zoo besucht habe, war das Polarium noch im Bau. Trotzdem kann ich mir dank der Erläuterungen von Zoodirektor Udo Nagel gut vorstellen, welche Erlebnisse das Polarium nach seiner Fertigstellung bieten wird. „Die Besucher werden den Eisbären ganz nahe sein können“, verspricht Zoosprecher René Gottschalk. Und ich weiß genau: Ich muss nach dem 22. September wiederkommen.

Quallen werden ebenfalls Bestandteil des Polariums sein. – Foto: Beate Ziehres

Quallen werden ebenfalls Bestandteil des Polariums sein. – Foto: Beate Ziehres

Wir haben während unseres Aufenthaltes in Warnemünde im Dock Inn, Deutschlands erstem Hostel aus Überseecontainern, übernachtet. Meinen ausführlichen Bericht mit Preisen, Beschreibungen der Zimmer, meiner Bewertung und Bildern finden Sie hier.

Hinweis: Ich habe Warnemünde im Rahmen einer Pressereise auf Einladung des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern kennengelernt. Dieser Beitrag ist nicht bezahlt und meine Meinung wurde nicht beeinflusst.

2018-10-24T14:11:49+00:00Von |Deutschland|2 Kommentare

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2 Kommentare

  1. Gina 4. September 2018 um 20:17 Uhr - Antworten

    Haha, das mit den räuberischen Möwen haben wir auch in Sydney erlebt! Sehr schlau und sehr skrupellos, diese Tierchen!

    In Warnemünde war ich noch nicht, aber es hört sich sehr nett an. Besonders die alten Häuschen sehen wirklich idyllisch aus.

    Liebe Grüße Gina

    • Beate Ziehres 4. September 2018 um 23:18 Uhr - Antworten

      Liebe Gina,

      danke für Deinen Kommentar. Es wundert mich gar nicht, dass die Möwen andernorts auch so dreist sind :-). Und ja, Warnemünde IST nett, und quasi vor der Haustüre 😉 …

      Lieben Gruß, Beate

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