Das Pieniny-Gebirge im Süden Polens ist ein wunderbares Reiseziel für Wanderer, Radfahrer, Naturliebhaber, Gesundheitsbewusste, Wintersportler und Genießer. Du meinst, ich verspreche zu viel? In diesem Beitrag erfährst du, was ich rund um Szczawnica entdeckt habe. Der Kurort ist der ideale Ausgangspunkt, um eine der imposantesten Schluchten Europas vom Wasser aus zu erkunden oder ins Reich der Drei Kronen vorzudringen.
Was ist das Pieniny-Gebirge und wo liegt es?
Die Pieninen sind ein Mittelgebirge in der Woiwodschaft Kleinpolen (Malopolska) nahe der slowakischen Grenze. Zwischen der Hohen Tatra und den Beskiden gelegen, wirken sie auf den ersten Blick fast bescheiden – bis man merkt, wie dramatisch sich Kalkfels, Canyons und Flusstäler hier in Szene setzen.

Hinter den bewaldeten Pieninen ragt die Hohe Tatra auf.
Geografische Lage und Besonderheiten des Pieniny-Gebirges
Die Gebirgskette ist ein Teil der Karpaten, nicht sehr hoch, aber dafür mit ganz eigenem Charakter und immer noch rätselhaft: Steile Felswände, tief eingeschnittene Flusstäler, lichte Wälder, murmelnde Gebirgsbäche, sattgrüne Wiesen und der berühmte Dunajec-Durchbruch machen die Region unverwechselbar. Über die Entstehung dieser besonderen Struktur grübeln die Geologen noch heute.
Hier im polnisch-slowakischen Grenzgebiet bleibt die Natur nicht brav im Hintergrund, sondern spielt die Hauptrolle. Und was für eine!

Steil ragen die Felsen am Dunajec auf.
Nationalpark Pieniny: Schutzgebiet mit einzigartigen Felsformationen
Den Pieniny-Nationalpark prägt eine Landschaft, die abwechslungsreicher nicht sein könnte. Auf kleinem Raum begegnen sich seltene Pflanzen, viele Vogelarten und bizarre Kalkformationen, die manchmal wirken, als hätten sich die Urgewalten der Natur noch mehr Freiheit genommen als üblich. Gegründet im Jahr 1932 ist der Nationalpark der älteste Polens. Im Erholungsort Krościenko nad Dunajcem findest du ein Naturmuseum und ein Nationalpark-Informationszentrum.
In der Slowakei schließt sich übrigens direkt der dortige Nationalpark an. Ein Informationszentrum und eine besondere Sehenswürdigkeit, das Rote Kloster, befinden sich in Červený Kláštor auf der anderen Seite der slowakischen Grenze.
Die Drei Kronen (Trzy Korony) – das Symbol der Pieninen
Die Drei Kronen sind die bekanntesten Gipfel, Wahrzeichen der Pieninen und einer der besten Aussichtspunkte der Region. Wer hier oben auf 982 Metern steht, kann zum einen stolz sein, die steile Hänge erklommen zu haben. Und er oder sie versteht sofort, warum diese Bergformation so berühmt ist: Der Ausblick reicht bei gutem Wetter bis in die Hohe Tatra. Doch auch der Fluss Dunajec und die wunderschöne Landschaft ziehen die Blicke auf sich.

Die ikonischen Drei Kronen vom Floß auf dem Dunajec aus gesehen.
Warum ist Szczawnica perfekt für einen Urlaub in den Pieninen?
Der Kurort empfängt seine Gäste nicht laut, sondern mit einem freundlichen Nicken und – ja – frischer Gebirgsluft: erst einmal tief durchatmen, am Heilwasser nippen und die angenehme Umgebung wirken lassen. So haben es schon die Kurgäste der Habsburger-Zeit gemacht, und ich finde, diese Tradition wird dem Ort einfach gerecht.
Heute zieht das rund 500 Meter hoch gelegene Reiseziel nicht nur Erholungsuchende an, sondern auch Aktivtouristen und Extremsportler. Zahlreiche ausgefallene Sportevents füllen den Veranstaltungskalender. Urlauber finden eine große Auswahl an Wanderwegen, Radwegen, wildem Wasserspaß und vieles mehr.

Bei Czorsztyn überqueren viele Radfahrer den See mit einem Boot, um auf der anderen Seite weiterzufahren – eine schöne Abwechslung.
Geschichte und Entwicklung des Kurorts
Szczawnica gehört zu den ältesten und renommiertesten Kurorten Polens. Die Stelle, an der ich mich aufhalte, ist seit dem 13. Jahrhundert bewohnt. Josef Szalay etablierte die Ansiedlung im 19. Jahrhundert mit dem Ausbau der Infrastruktur als Kurort. Jozef Dietl, Arzt und Mitbegründer der Balneologie, entwickelte den Ort weiter und verhalf ihm zu europäischem Ansehen.
Am Plac Dietla rund um die Trinkhalle zeigt sich das Städtchen von seiner eleganten Seite. Die Fachwerk-Villen aus dem 19. Jahrhundert mit den kunstvoll geschnitzten Zierelementen, die ich aus Österreich und der Schweiz kenne, gefallen mir besonders gut. Ich bummele am Szczawny-Bach entlang durch den Oberen Park, einen der ältesten Kurparks Polens, und freue mich über die Zeit, die mir hier geschenkt wurde.

Am Szczawny-Bach.

Springbrunnen auf dem Plac Dietla.
Früher kamen viele Gäste aus Schlesien, vor allem Bergarbeiter, um in der frischen Bergluft wieder gesund zu werden; heute sind es vor allem polnische Urlauber, die den Ort lieben und schätzen.
Heilquellen und Kurangebote
Im Gebirgszug rund um den Ort sprudeln neun stark mineralienhaltige Quellen, sechs davon kann man in der Trinkhalle probieren. Ich habe mich für Magdalena entschieden – mit leicht salzigem Geschmack, etwas spritzig, etwas eigenwillig, aber durchaus sympathisch. So ein Wasser trinkt man hier ganz in Ruhe, wie es die Einheimischen vormachen.

Welches Wasser darf es sein? Bei dieser Auswahl hat man die Qual, aber die freundliche Dame berät gerne.

Café an der Trinkhalle.

Historisches Inhalatorium.
Am Plac Dietla liegen die Trinkhalle und mehrere hübsche Kurhäuser dicht beieinander. Der Kurpark, die alten Villen und das historische Inhalatorium ergeben zusammen ein Ensemble, das fast schon ein kleines Freilichtmuseum ergibt. Ach ja, ein Kurmuseum befindet auch auch an diesem Platz, in der Villa Palac.
Mein Extra-Tipp zum Herunterkommen ist übrigens ein Abendspaziergang auf der Promenade am Grajcarek-Bach. Mit 1800 Metern ist sie die längste Kurpromenade Polens.

Am Grajcarek-Bach.
Hotels: Wo kann man gut übernachten?
Wer Geschichte mag, ist im Hotel Batory gut aufgehoben. Das Haus geht auf eine Holzvilla von 1874 zurück und ist eines der traditionsreichsten Gebäude des Ortes. Sogar Nobelpreisträger Henryk Sienkiewicz war hier zu Gast und hat in seinem Zimmer an einem Roman gearbeitet. Heute verbindet das Haus historischen Charakter mit angenehmem Komfort.

Familiär: Anna Gacek, Tochter des Eigentümerpaares Renata Gorecka und Grzegorz Gacek (HSP Hotels Group), zeigt Familienbilder im Hotel Batory.

Im Restaurant des Hotels Batory habe ich köstliches Hirschtatar gegessen …

… und unwiderstehlich cremige Kartoffel-Käse-Suppe.
Für alle, die es moderner mögen, ist das Szczawnica Park Resort & Spa eine hervorragende Wahl. Spa mit Pool und Fitnessraum, zwei Restaurants, Bars, eine Eisdiele und großzügige Zimmer – und all das im modernen alpinen Stil. Ich mag den Style und habe mich hier entsprechend wohlgefühlt. Und geschlafen wie ein Murmeltier, was bei mir keine Selbstverständlichkeit ist.

Junior Suite in der Residence des Hotels.

Bei dieser kleinen Herde flauschiger Schaukelschafe will ich sofort selbst wieder klein sein und losreiten.

Bar des Hotels.
Wer Boutique-Atmosphäre liebt, sollte sich das Wanda Luxury Boutique Hotel, das auf dem Gelände des 5-Sterne-Resorts liegt, genauer anschauen: ein Haus mit bewegter Geschichte, das heute stilvoll und erwachsen (Adults only ;-)) daherkommt. Die Villa Wanda ist das jüngste Projekt der HSP Hotels Group, der alle hier beschriebenen Häuser gehören.

Die Willa Wanda erstrahlt in neuem Glanz und alter Pracht.

Spa in der Willa Wanda.

Inspiriert von den goldenen 20ern: Bibliothek.
Spezialitäten der Goralen-Küche: Was isst man in den polnischen Bergregionen?
Wer mich kennt weiß, dass bei mir gutes Essen in der Wertigkeit gleich nach erholsamem Schlaf rangiert. Deshalb muss ich hier zwingend Worte über die Spezialitäten der Goralen – die einfachen Bewohner der Bergregionen im Süden des Landes – verlieren.
Bei Sromowce Wyzne lerne ich einer urigen Hirtenhütte (Bacówka) den Schäfer Tadeusz Nedza und seinen frisch geräucherten Oscypek-Käse kennen, einen für die Region typischen Schafskäse. Nicht nur, dass der Käse köstlich schmeckt (man kann auch große Stücke zum Mitnehmen kaufen ;-)) – ich finde auch die kleine Schäferhütte mit der Räucheresse über dem offenen Feuer und die traditionellen Utensilien zur Käseherstellung spannend.

In der Schäferhütte (Bacowka) stellen die Hirten Schafskäse von Hand her.

Tadeusz Nedza schneidet den frischen Oscypek-Käse direkt zum Probieren an: lecker!

Feuerstelle in der Schäferhütte zum Räuchern des Schafskäses.

Geräucherter Oscypek-Käse kommt auch in der gehobenen Gastronomie auf den Tisch, hier im Restaurant „Kwiat Paproci“ des Szczawnica Park Resort & Spa.
Ein paar Kilometer weiter koste ich in Sromowce Niżne im Restaurant des Hotels Nad Przelomem weitere lokale Spezialitäten: eine Sauerkrautsuppe mit geräuchertem Lamm und danach gebratenen Kiefernblut-Reizker – einen in der Gegend vorkommenden und bei den Einheimischen beliebten Pilz. Ihm werden eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Die Suppe finde ich lecker, die geschmacksintensiven Pilze etwas gewöhnungsbedürftig.

Das traditionelle Pilzgericht aus der Goralenküche.
Was kann man in Pieniny unternehmen?
Das Gebirge ist nicht nur ein Ort zum Genießen, hier verbringt man den Tag im Freien, ist unterwegs in der überwältigend schönen Natur. Ich habe selten eine Region erlebt, die Wandern, Radfahren, Paddeln und Naturerlebnis so locker unter einen Hut bringt.
Wandern im Pieniny-Nationalpark: Die besten Routen rund um den Sokolica
Eine der schönsten Wanderungen führt zum Sokolica und über den Sokola Percia-Gratweg. Der Weg ist nichts für Träumer, aber trittsichere Wanderer erleben hier großes Bergtheater. Der Blick von oben, besonders mit der berühmten Reliktkiefer im Bild, bleibt lange im Kopf.
Ich mag es gerne weniger anspruchsvoll, aber dennoch reizvoll und wähle den Weg durch die Homole Schlucht. Der Einstieg ist am südlichen Ortsrand von Jaworki in den Kleinen Pieninen. Der Gebirgsbach Kamionka schlängelt sich vorbei an eindrucksvollem Kalksteinfels, durch idyllischen Wald und springt munter über riesige Steine. Der Wanderführer erzählt derweil Geschichten über frühere Schatzsucher.

Romantischer Weg zum Wandern.

Urwüchsige Landschaft in der Homole-Schlucht.
Am Ende stehe ich auf der Alm in einer Schutzhütte, die mich während eines Regenschauers trocken hält, und genieße – begleitet von Kuhglockengeläut – die Aussicht.
Da fällt mein Blick auf eine Hütte etwas unterhalb meines Standorts. Hier gibt es heißen Kakao und Kaltgetränke, auch für Nicht-Skifahrer. Alles zusammen ist Gold wert und tröstet mich schnell darüber hinweg, dass ich heute kein Edelmetall in der Schlucht gefunden habe.

Aufwärmen in der Hütte Szalas Bukowinki.
Radfahren und Mountainbiking in den Pieninen: Strecken für Anfänger und Profis
Der erst kürzlich freigegebene, hervorragend ausgebaute und gut ausgeschilderte Velo-Dunajec-Radweg sorgt bei mir mit seinem wunderschönen Tatra- und See-Panorma für helles Entzücken. Ich bin unter anderem die Strecke entlang des Czorsztyn-Sees gefahren. Von Dębno bis Niedzica in den Zipser Pieninen begleitete mich beim Radeln ein Glücksgefühl: alles passt, nichts nervt, und selbst die Landschaft scheint im richtigen Tempo vorbeizuziehen.

Auf dem Radweg unterwegs. Foto Marcin Plachno

Was für ein wunderschöner Ort, um eine Pause vom Radfahren zu machen! Foto: Clara Grau

Die Karte verdeutlicht den Verlauf des Radwegs immer am See Czorsztyn entlang. Foto: Clara Grau
Wer sportlicher unterwegs sein will, findet hier außerdem MTB-Strecken, Schotterwege und Anschlüsse an längere Touren in der Region.
Eine Fahrradvermietung gibt es in Szczawnica am Floßanleger. Mein Mietfahrrad war so toll, dass ich seitdem darüber nachdenke, meinen eigenen Drahtesel gegen etwas Neueres auszutauschen.
Floßfahrten auf dem Dunajec: Ein Muss für jeden Besucher
Die Floßfahrt auf dem Dunajec hat besonderen Charme und ist so etwas wie das Pieninen-Pflichtprogramm. Die Flößer tragen eine traditionelle Tracht, erzählen Geschichten und navigieren sicher durch den Durchbruch und über die Stromschnellen – eine herrliche Mischung aus Volkskunde und Landschaftskino. Und ja, ich habe nebenbei viel gelernt, nicht nur über das Leben am, sondern auch im Dunajec, über Naturschutz und vieles mehr.

Dunajec-Flößer in traditioneller Tracht.

Entschleunigung pur ….

Legende und Wahrheit liegen eng beieinander während einer Floßfahrt.
Ich fand gerade diese Langsamkeit sehr entspannend: Man sitzt, schaut, hört zu und lässt die Felsen an sich vorbeiziehen. Genau so sollte man Natur erleben, wenn man mich fragt.
Paddelsport und Wassersport
Wer lieber selbst das Tempo auf dem Wasser bestimmt, kann Kajak, Kanu, SUP oder Schlauchboot wählen. Auf dem Dunajec macht das besonderen Spaß, weil der Fluss je nach Abschnitt ruhig oder sportlich daherkommt.
Einen Bootsverleih findest du übrigens in der Nähe des Fahrradverleihs.

Mit dem Kajak auf dem Dunajec.
Trailrunning und Berglauf
Die Pieninen sind längst auch bei Läufern beliebt. Das sieht man am prall gefüllten Veranstaltungskalender. Die Mischung aus Höhenmetern, Aussicht, abwechslungsreichen Trails und herausfordernden Anstiegen macht die Region zu einem schönen Ziel für Fans des Laufsports – egal ob als Teilnehmer an einem Wettkampf, als Hobbyläufer oder als Zuschauer.
Wintersport
Im Winter verwandelt sich die Region in ein kleines Schneeparadies. Im Skigebiet Palenica in den Kleinen Pieninen gibt es zwei rote und zwei blaue Pisten, auf denen sich in der kalten Jahreszeit Ski- und Snowboardfahrer tummeln, dazu Verleih, Skischule und sogar Nacht-Skifahren.

Im Winter laden die Pieninen bei Jaworki zum Schifahren ein.
Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in der Region Pieniny?
Die Pieninen sind nicht nur Natur, sondern auch Kultur, Geschichte und ein kleines bisschen Legende. Genau diese Mischung macht das Gebirge so reizvoll.
Burgen Czorsztyn und Niedzica
Die Burgen Czorsztyn und Niedzica liegen sich an den Ufern des Czorsztyn-See gegenüber. Niedzica ist eine gut erhaltene Burg mit Museum, Czorsztyn eine romantische Ruine – beide zusammen ergeben ein Bild, das fast schon filmreif ist. Ich entdecke das Ensemble während einer Fahrt mit dem Raddampfer über den See.

Burg Niedzica. Im Hintergrund ist die Burg Czorsztyn zu sehen.

Mit dem Raddampfer überqueren die Radfahrer den See Czorsztyn an der gleichnamigen Burgruine.
Kirche St. Michael, Dębno
Die gotische Holzkirche in Dębno ist ein Meisterwerk ohne Eitelkeit. Sie wurde im 15. Jahrhundert errichtet, gehört seit 2003 zum UNESCO-Welterbe und beeindruckt mit einer im Original erhaltenen Innenmalerei und einer Konstruktion ganz ohne Nägel. Ein ganz erstaunlicher Ort und unbedingt empfehlenswert.

Die Holzkirche von Debno hat Jahrhunderte im Originalzustand überdauert.

Im Inneren der Holzkirche von Debno, einem Highlight für Kulturliebhaber.
Hirtentraditionen zum Miterleben
Wer es folkloristisch mag, sollte die Pieninen unbedingt zur Zeit der Hirtenfeste besuchen. Beim Frühlings- und Herbsttrieb ziehen die Schafherden mit ihren Hirten vom Dorf hinauf in die Berge beziehungsweise von den Almen zurück ins Winterquartier. Die riesigen Tierherden werden begleitet von Musik, Tracht und einer Kultur, die nicht ins Museum gehört, sondern im Dorfleben lebendig bleibt.
Wie plant man die perfekte Reise in die Pieninen?
Die gute Nachricht: Eine Reise hierher lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Die bessere Nachricht: Mit ein wenig Planung wird aus einem schönen Ausflug ein richtig stimmiger Urlaub.
Anreise und Mobilität
Am bequemsten reist man über Krakau an und fährt von dort noch etwa zwei Stunden weiter nach Szczawnica – entweder mit dem Zug direkt aus Berlin oder Leipzig bis Krakau und dann mit dem Bus weiter, oder mit dem Auto. Mein Tipp für entspanntes Reisen ist die Fahrt mit dem Zug. Eine Zwischenübernachtung oder ein Kurzbesuch in Krakau lohnen sich immer, bevor es mit dem Bus weitergeht ins Pieniny-Gebirge.
Vor Ort kommt man mit dem Auto, Fahrrad, zu Fuß oder mit dem öffentlichen Bus gut zurecht.
Wann ist die beste Reisezeit?
Ich würde sagen: immer, aber aus unterschiedlichen Gründen. Im Frühling und Sommer locken Wanderwege, Radstrecken, Floßfahrten und Kajaktouren; im Herbst ist die Farbenpracht großartig; im Winter sind Skipisten und Loipen präpariert und Schneeschuh-Wanderungen im Tiefschnee möglich.

Radfahrer finden von Frühjahr bis zum Herbst optimale Bedingungen in den Pieninen.

Rund um den Plac Dietla dreht sich alles um die Kurangebote Szczawnicas.

Abendstimmung.
Für Kurgäste hat Szczawnica das ganze Jahr Saison. Wer wie ich bevorzugt draußen ist, aber auch gerne in der Sauna chillt, findet hier eine angenehme Mischung.
Packliste und Ausrüstung
- Feste, knöchelhohe Schuhe zum Wandern
- Leichte Sportschuhe zum Radfahren
- Sonnenschutz
- Regenjacke
- Trinkflasche
- Leichte Jacke
- Fahrradhelm
- Fahrradhandschuhe
- kleine Stärkungen für zwischendurch
- Badesachen
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie hoch ist der höchste Berg in den Pieninen?
Der höchste Gipfel der Pieninen in Polen ist Wysoka Wierch mit 1050 Metern.
Wo finde ich das perfekte Panorama?
Eine schwierige Frage, denn die Pieninen bieten unglaublich viele wunderschöne Panoramen: Ob auf dem Velo Dunajec, während einer Floßfahrt auf dem Dunajec oder während einer Wanderung auf den Sokolica – die Aus- und Ansichten sind immer zauberhaft.
Mein Geheimtipp ist die Rooftop-Bar des Hotels Pieniny Grand in Szczawnica als Aussichtspunkt. Das Bild erinnert mich etwas an die gute alte Modelleisenbahn.

Lieblingsaussicht auf die Pieninen.
Ist der Pieniny-Nationalpark auch für Familien mit Kindern und für Best Ager geeignet?
Ja, viele Wege sind gut machbar, besonders kürzere oder gut ausgebaute Routen und die Uferbereiche rund um Szczawnica. Für sehr steile, schwierige oder rutschige Passagen sollten Wanderer allerdings trittsicher sein. Ich empfehle deshalb knöchelhohe Trecking-Schuhe mit gutem Profil.

Schöner Rastplatz am Czorsztyn-See. Foto: Beate Ziehres
Gibt es öffentliche Verkehrsmittel von Szczawnica zu den Wanderwegen?
Es gibt regionale Busverbindungen und saisonale Angebote, doch vieles erreicht man am besten zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto. Wer mehrere Ausgangspunkte kombinieren möchte, sollte den Tag etwas großzügiger planen.
Kann man im Winter in den Pieninen Ski fahren?
Ja, besonders an der Palenica gibt es Winterbetrieb mit präparierten Pisten. Für Skifahrer ist das eine familiäre, angenehm überschaubare Alternative zu den ganz großen Wintersportzentren.
Fazit: Warum die Pieninen und Szczawnica ein unvergessliches Reiseziel sind
Die Pieninen sind kein lauter Gebirgsriese mit quirligen Touristenorten, sondern ein beschauliches, entspanntes Reiseziel, an dem Urlauber noch willkommen sind. Ich habe dort die vielen sportlichen Angebote und die frische Luft genossen, einzigartige kulturelle Sehenswürdigkeiten entdeckt, Heilwasser und hervorragendes Essen probiert, eine wirkliche gute Zeit verbracht und bin glücklich über meine Entscheidung, in die Pieninen zu reisen, nach Hause zurückgekehrt.
Wenn du also eine Urlaubsregion suchst, in der sich Bewegung, Erholung und Kultur perfekt verbinden, dann packe deinen Koffer und besuche Pieniny.

In den Pieninen haben die Schafe noch gut lachen.
Alle Fotos, soweit nicht anders vermerkt: Beate Ziehres
Die Recherche wurde unterstützt und begleitet vom Polnischen Fremdenverkehrsamt in Berlin und von HSP Hotels Group. Vielen Dank an Anna Gacek und Marcin Plachno! Ich schreibe hier über meine eigenen Eindrücke und gebe meine eigene Meinung wieder.
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