7 Sehenswürdigkeiten in Budapest, die Sie nicht versäumen sollten

von | Mrz 28, 2017 | Allgemein, Städte

Sie wussten sicher schon, dass die Hauptstadt Ungarns eigentlich aus zwei Städten besteht: Flussabwärts gesehen liegt links der Donau das ehemalige Pest, rechts liegt Buda. 1873 wurden die beiden bis dahin selbstständigen Städte zusammengelegt. Heute ist Budapest die neuntgrößte Stadt der Europäischen Union und ein überaus beliebtes Reiseziel.

Nach meinem ersten Trip – ich war drei Tage dort – verstehe ich, was Touristen an Budapest mögen: ungezählte Bauwerke, die sich gegenseitig in ihrer Pracht übertreffen, beeindruckende Brücken und schöne Plätze – und das Ganze zu vergleichsweise günstigen Preisen. Hier ist meine Liste der Top-7 Sehenswürdigkeiten, die Sie bei Ihrem Besuch auf gar keinen Fall verpassen sollten:

1. St.-Stephans-Basilika

Die St.-Stephans-Basilika, oder Szent István-bazilika, ist die größte Kirche in Budapest. Dabei ist die Kathedrale nicht nur atemberaubend groß, sondern auch sowohl von außen als auch von innen eine Augenweide.

Wer die Basilika von innen besichtigen möchte, sollte 200 Forint oder einen Euro passend haben. Man wirft das Geld in eine Holzkiste am Eingang. Die Möglichkeit, in Euro zu zahlen, ist zwar verlockend, aber umgerechnet 30 Cent teurer. Die Glasmalereien, Skulpturen und Gemälde im Innenraum der Basilika machen aber jegliche Kosten wett.

2. Parlamentsgebäude

Auf der Liste der Gebäude, die mich in Budapest am stärksten beeindruckt haben, steht das Parlamentsgebäude (Országház) ganz oben. Der Palace of Westminster in London diente dem mit unzähligen Türmchen und Giebeln versehenem Bauwerk als Vorbild. Interessant: Die Kuppel in der Mitte ist auf den Zentimeter genau so hoch wie die höchste Turmspitze der St.-Stephans-Basilika. Damit sind beide Gebäude die höchsten der Stadt. Das ist kein Zufall, sondern Beleg dafür, dass Kirche und Staat gleichwertig sind in Ungarn.

Wer das Parlamentsgebäude von innen besichtigen möchte, nimmt an einer der in vielen Sprachen angebotenen Führungen teil. Und wenn Sie bei diesem Anlass Gold finden, ist das auch kein Zufall. 40 Kilogramm des Edelmetalls sind dort verbaut.

3. Fischerbastei und Matthiaskirche

Im Burgviertel Vár erheben sich in unmittelbarer Nähe zueinander die Fischerbastei und die Matthiaskirche. Die Matthiaskirche ist auch als Krönungskirche bekannt, da dort mehrere Könige von Ungarn auf den Thron erhoben wurden. Das Gotteshaus ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und innen mit orientalischer Ornamentik versehen. Denn während der türkischen Besetzung war die Kirche zur Moschee umfunktioniert.

Die Fischerbastei ist ein Monument der ungarischen Hauptstadt und bekommt ihren Namen von der Fischergilde, die früher diesen Teil der Stadtmauer verteidigte. Sowohl die Fischerbastei mit ihrem runden Türmen als auch die Sicht über die Donau auf den Stadtteil Pest sind einen Besuch wert.

4. Burgpalast

Der Budavári palota, der sogenannte Burgpalast, thront auf dem Burgberg und nimmt den gesamten Südteil des Berges ein. Wir haben den Palast von der Kettenbrücke aus zu Fuß erreicht. Weniger ambitionierte Reisende nehmen einfach die Standseilbahn.

Von oben bietet sich ein atemberaubender Blick über die Donau und die Stadt. Den kleinen Spaziergang um den Palast haben wir auch nicht bereut, denn es gibt dort viele schöne Winkel zu entdecken. Wer jedoch an dieser Stelle Einblick ins royale Leben erwartet, wird enttäuscht. In den noch erhaltenen Innenräumen sind Museen untergebracht. Das dort befindliche Nationalmuseum soll auf jeden Fall einen Besuch wert sein. Aber Achtung: Die meisten Museen in Budapest haben montags geschlossen!

5. Heldenplatz und Stadtwäldchen

Ein wenig abseits von den anderen Sehenswürdigkeiten gelegen ist allein schon der Weg zum Heldenplatz eine Reise wert. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder man nimmt die historische U-Bahn der Linie 1, eine der ältesten Untergrundbahnen der Welt, oder man schlendert die Andrássy út, Budapests Boulevardstraße, hinunter. Auf dem Heldenplatz selbst befinden sich mehrere imposante Denkmäler, die an die Helden und Herrscher der ungarischen Geschichte erinnern.

Direkt im Anschluss an den Heldenplatz beginnt das Stadtwäldchen, welches zu einem gemütlichen Spaziergang einlädt. Dort befindet sich auch die Burg Vajdahunyad, eine im mittelalterlichen Stil erbaute Burg mit Kapelle und einem eher schlossartigen Ostflügel. Jeder Teil der Burg wurde in einem anderen Baustil errichtet. Die Mischung macht die Burg zu einer außergewöhnlichen Sehenswürdigkeit.

6. Markthalle

Die zentrale Markthalle befindet sich direkt an der Freiheitsbrücke und bietet sich besonders für einen Ausflug zur Mittagszeit an. Im unteren Stockwerk bieten Händler neben frischem Obst, Gemüse und Fleisch in riesigen Mengen auch typisch ungarische Produkte wie Gulasch-Gewürzmischungen an. Im Obergeschoss werden sowohl handgefertigte als auch 0-8-15-Souvenirs feilgeboten.

Wer Hunger hat, kann an einem der Stände eine original ungarische Mahlzeit zu sich nehmen. Das Angebot geht weit über das bekannte Gulasch hinaus und bietet neue Einblicke in die ungarische Küche. Wir haben Lángos in unterschiedlichen Varianten probiert – einen Versuch war die Spezialität jedenfalls wert. Fischliebhaber aufgepasst: Fischstände und Aquarien sind im Untergeschoss.

7. Donau bei Nacht

Ein Erlebnis, das sich Budapest-Reisende auf keinen Fall entgehen lassen sollten, ist die Sicht über die Donau und die Promenade im dunklen. Die schon im Tageslicht beeindruckenden Brücken und donaunahen Gebäude erstrahlen bei Nacht in hellem Scheinwerferlicht. Je nachdem, an welchem Ufer man steht, sind das der Palast und die Fischerbastei auf dem Burgberg oder das Parlament. Von der Basilika, der Oper und dem richtiggehend mystisch anzuschauenden Hotel Four Seasons mal ganz zu schweigen.

Egal, ob bei einem Spaziergang entlang der Promenade und über die Kettenbrücke oder während einer Bootsfahrt – die Pracht der glitzernden Donau und tausender von Lichtern ist mein persönliches Highlight von Budapest.

Weitere Informationen

Anreise nach Budapest

  • Von Deutschland aus gibt es Direktflüge mit Lufthansa, Air Berlin, Ryanair, Germanwings, Eurowings, Wizz Air und EasyJet nach Budapest.
  • EC-Züge der Deutschen Bahn und Railjets (RJ) fahren direkt beispielsweise von Hamburg, Berlin und München in die ungarische Hauptstadt.
  • Die Busanbieter FlixBus, RegioJet und Eurolines haben ebenfalls Fahrten nach Budapest auf dem Fahrtplan.

Lena Ziehres

… ist International Tourism Management Studentin und träumt davon, irgendwann Reiselustigen einen unvergesslichen Urlaub zu ermöglichen. Sie liebt es, in ihrer Freizeit selbst zu verreisen und möchte am liebsten die ganze Welt entdecken. Zudem lässt sie gerne durch Blogbeiträge andere an ihren Reiseerlebnissen teilhaben.

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