13 Bilder aus dem Great Smoky Mountains National Park

von | Apr 11, 2017 | Allgemein

Superlative, wohin man schaut in den Smoky Mountains: Der Nationalpark beheimatet den größten Urwald im Osten der USA und dieser zählt zu den ältesten Wäldern der Erde. Der in den Bundesstaaten Tennessee und North Carolina gelegene Park ist der meistbesuchte Nationalpark der Vereinigten Staaten. Trotzdem ist er relativ unbekannt – verglichen mit dem Grand Canyon, dem Yellowstone oder dem Yosemite-Nationalpark.

Drei Jahre lang lag der Nationalpark gewissermaßen vor meiner Haustüre, nur zwei Stunden Autofahrt vom Wohnort meiner Familie entfernt. In dieser Zeit haben wir die Smoky Mountains bei jeder Gelegenheit bereist, kennengelernt und lieb gewonnen. Die 13 Impressionen, die ich hier für Sie ausgesucht habe, sind während eines Wochenendausflugs über die Osterfeiertage entstanden.

1. Wildes Wasser

Wälder, Wasserfälle und wilde Wasserläufe prägen das Bild der Great Smoky Mountains. Das Titelbild zeigt den Ramsey-Zufluss des Little Pigeon Rivers, dem der Ramsey Cascades Trail folgt. Und diese schmale, lange Brücke, die den Fluss in sechs Metern Höhe überspannt, muss bewältigt werden! Ein Abenteuer, aber nicht die schwierigste Passage im Verlauf des Trails.

2. Noah Ogle Place Nature Trail

Der erste Weg nach der Ankunft in Gatlinburg führt uns traditionell auf den Noah „Bud“ Ogle Place Nature Trail, der zehn Minuten außerhalb der Stadt liegt. Der Weg ist über die Cherokee Orchard Road erreichbar, der Parkplatz befindet sich rechts kurz vor dem Einstieg in den Rainbow Falls Trail.

Ein Stück des Weges verläuft durch einen Wald von hohen Rhododendren. Besonders am späten Nachmittag zaubert das durch die Blätter fallende Sonnenlicht eine mystische Stimmung im Wald. Leider habe ich die Bäume nie blühen gesehen.

 

  • Strecke: 1,2 Kilometer
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Dauer: 30 Minuten

3. Twin Creek Überquerung

Diese minimalistischen Brücken kommen in den Smokys in großer Zahl vor. Es handelt sich hierbei um einen leicht bearbeiteten Baumstamm mit einem notdürftigen Geländer. Auf dem Noah „Bud“ Ogle Place Nature Trail überquert eine solcher Steg den östlichen der beiden Twin Creeks, die das historische Farmgelände durchfließen.

4. Historischer Mühlenbach

Die ersten Siedler in den Smokys, die auch das Land der Noah „Bud“ Ogle Farm mit Axt und Pflug urbar machten, nannten den Ort „Junglebrook“ – Dschungelbach – nach dem dichten Bewuchs der Bachränder mit Rhododendren und Magnolien. Der westliche Lauf der Twin Creeks diente dem Namensgeber der Farm als Mühlenbach. Die hölzerne Rinne, über die das Wasser auf das Mühlrad geleitet wurde, ist heute noch funktionsfähig.

5. Noah Ogles Wassermühle

Die Mühle, wichtiger Bestandteil einer Farm im ausgehenden 19. Jahrhundert, liegt auf der Hälfte des Nature Trails. Im Frühjahr sind die Wassermassen, die der Bach zu Tal befördert, beträchtlich. Abgesehen vom Rauschen des Wassers ist es jedoch still geworden auf der Farm. Die Natur hat die mühsam gewonnenen Felder, auf denen der Siedler Mais kultivierte, wieder zurückgeholt.

6. Noah Ogles Farmhaus

Zwischen 1883 und 1925 bewirtschaftete Noah „Bud“ Ogle die Farm, die wir auf dem Nature Trail erkunden können. In dieser Zeit entstand auch das Wohnhaus, das noch weitgehend intakt ist. Die ersten Siedler schlugen damals Jahrhunderte alte Wälder, um Felder anzulegen und Bauholz zu gewinnen. So haben die Menschen die Smokys dauerhaft verändert. Letztlich führte die drohende Zerstörung der Wälder durch die florierende Holzindustrie 1934 zur Einrichtung des Nationalparks.

7. Ramsey Cascades Trail

Tag 2 in den Smoky Mountains. Wir haben uns den Ramsey Cascades Trail vorgenommen. Im unteren Bereich der Tour begleiten Rhododendren unseren Weg bergauf. Doch das soll sich ändern, sobald der alte, ursprüngliche Wald erreicht wird.

 

  • Startpunkt des Ramsey Cascades Trail: rund 10 Meilen östlich von Gatlinburg in Greenbrier. In Gatlinburg nehmen Sie den East Parkway, Route 321, stadtauswärts. Nach 6 Meilen biegen Sie am Wegweiser „Great Smoky Mountain National Park entrance“ nach rechts in die Greenbrier Road ein. Die Schotterstraße gabelt sich nach 3,1 Meilen. Hier links abbiegen und die Brücke überqueren. Nach 1,5 Meilen Fahrt erreichen Sie den Parkplatz am Ausgangspunkt des Ramsey Cascades Trail.
  • Länge hin und zurück: 8 Meilen (knapp 13 Kilometer)
  • Anstieg: 670 Höhenmeter
  • Höchste Stelle: 1.300 Meter
  • Schwierigkeitsgrad: schwierig
  • Durchschnittliche Laufzeit: 5:30 Stunden

8. Alte Wälder

Wanderer erreichen auf diesem Pfad nicht nur den Ramsey-Wasserfall, sondern dringen auch in den größten Bestand alten Waldes in den Smokys vor. Am Rande des Weges wachsen die größte Schwarzkirsche, die zweitgrößte Weißeiche und der drittgrößte Rotahorn des Parks. Das bergabrauschende Wasser bildet immer wieder kleine Pools zwischen den Steinen.

9. Ramsey Cascades

Lohn der Mühe: der höchste und einer der spektakulärsten Wasserfälle des Nationalparks. Das Wasser stürzt über 30 Meter in einen Pool, in dem Salamander heimisch sind. Kurz vor dem Erreichen des Wasserfalls sind riesige Steine zu überklettern und tiefe Spalten zwischen den Felsen zu überspringen – kein einfaches Unterfangen! Aber so kurz vor dem Ziel aufgeben kommt nicht in Frage. Diese Passage macht die Schwierigkeit des Trails mit aus.

10. Geschafft!

Müde, aber glücklich. Die Länge der Wanderung – beinahe 6,5 Kilometer bis zum Wasserfall – und der Anstieg sind nicht zu unterschätzen. Auch die Temperaturen können Anfang April durchaus über die 20 Grad klettern. Entgegenkommende Wanderer, die wir schon völlig entkräftet gefragt hatten, ob es noch weit sei, gaben eine ernüchternde Auskunft: „Ja, sehr weit.“

 

  • Mein Tipp: Unbedingt viel Wasser und ein paar Brotzeiten mitnehmen.

11. Oconaluftee Mountain Farm Museum

Der 3. Tag. Schon ist es wieder Zeit, den Nationalpark zu verlassen. Für den Rückweg nehme ich gerne die Landstraße und halte am Oconaluftee Mountain Farm Museum an. Historische Blockhäuser aus den ganzen Smoky Mountains haben hier einen neuen Standort gefunden. Ein Wohnhaus, ein Räucherhaus, diverse andere Gebäude sowie ein Bauerngarten verdeutlichen, wie die Menschen vor etwa 100 Jahren in den Smokys gelebt, gearbeitet und Landwirtschaft betrieben haben.

Zu Oconaluftee zählt auch ein Visitor Center, in dem Ranger die Fragen der Besucher beantworten. Eine große Auswahl an Landkarten, Wanderführern und Büchern hält der Buchladen im Visitor Center bereit – von den üblichen Souvenirs ganz abgesehen.

 

  • Anschrift: Great Smoky Mountains National Park, 1194 Newfound Gap Rd, Cherokee, NC 28719, USA

12. Alte Schmiede

Hammer, Amboss, Blasebalg – alles ist noch da im historischen Blacksmith Shop, der Werkstatt des Schmieds, im Oconaluftee Mountain Farm Museum. Es riecht sogar noch nach Kohlefeuer und Metall.

13. Scheune und Stall am Fluss

In unmittelbarer Nähe des Oconaluftee River liegen die große Scheune mit historischem Arbeitsgerät und ein Stallgebäude. Von hier aus führt auch ein etwa 2,5 Kilometer langer Spazierweg entlang des Flusses nach Cherokee, North Carolina.

Das Oconaluftee Mountain Farm Museum markiert für mich den Abschluss eines entspannten Wochenendes im Great Smoky Mountains Nationalpark. Doch auch die Stadt Cherokee – die nicht umsonst den Namen des größten Indianervolkes Nordamerikas trägt – ist einen Besuch wert. Ihr widmet sich ein eigener Beitrag.

Weitere Informationen

Hilfreiche Links: Great Smoky Mountains Nationalpark

Beate Ziehres

… reist und bloggt für ihr Leben gerne. Die Journalistin und Marketing- und PR-Managerin hat für Tageszeitungen und Magazine geschrieben, bevor sie die wunderbare Welt der Blogs und Online-Magazine für sich entdeckt hat. Auf Reiselust-Mag.de kann sie die beiden Dinge, die sie am liebsten tut, vereinen: Erst reisen und hinterher davon erzählen. 

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